Aufseß/Sterberegister

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Die unten stehende Tabelle ist eine vollständige Transkription des deutschsprachigen Textes des Sterberegisters der jüdischen Gemeinde Aufseß aus den Jahren 1814-1937. (Stand 10/2025). Das Register zum jüdischen Friedhof Aufseß basiert auf dieser Transkription.

Quelle: "Register der Gestorbenen der Judenschaft zu Aufsees in Landgericht Hollfeld“ in „Geburtsregister, 1814-1916; Trauungsregister, 1821-1913; Sterberegister, 1814-1937“, Signatur: CAHJP, Gemeinde Aufsess D-Au5-6, Reader S. 29-50 (zuletzt eingesehen am 13.10.2025).

Transkription: Judith Wolfertstetter (Stand 10/2025).

Anmerkungen zum Original

Die Einträge im Sterberegister erstrecken sich jeweils über eine Doppelseite. Die ersten zwei Doppelseiten (27 Einträge) sind in einer anderen Formatierung verfasst, als alle Doppelseiten ab der dritten Doppelseite, von dort bis zum Ende wird die Formatierung weitestgehend beibehalten. Die Nummerierung beginnt ab der dritten Doppelseite zunächst neu mit 1/28, ab 34 wird die neue Zählung jedoch wieder verworfen und es wird nur noch von Anfang an durchgezählt.

Die letzte Doppelseite des Sterberegisters sieht aus, als wäre ein Teil der Schrift (erscheint lila) verblasst und später nachgeschrieben worden (schwarz). V.a. bei der Nummerierung und beim Eintrag 174 scheint dies sehr deutlich. An anderen Stellen scheint sich eher die Schrift von der Seite davor durchgedrückt zu haben, v.a. die Linien der Seite davor.

Obwohl die Formatierung ab der dritten Doppelseite weitestgehend gleich bleibt, ändern sich die Inhalte und die Aufteilung über die Doppelseiten verteilt. Auffallende Beispiele sind die Spalte "Bemerkungen", diese wird zunächst immer seltener genutzt und wird immer schmaler, bis sie dann ab S. 46 vollständig entfällt, und die Spalte für das Geschlecht, diese gibt es zunächst nur auf den ersten beiden Doppelseiten und dann wieder ab S. 43.

Darüber hinaus hält sich die eintragende Person nicht immer an die Spaltenüberschriften. In manchen Spalten finden sich z.B. Angaben zu Familienbanden und/oder Beruf der Verstorbenen, ohne dass die Spaltenüberschrift dies andeutet. Oft werden auch die Linien der Spalten überschrieben, besonders häufig ist dies der Fall bei den Spalten "Name des Gestorbenen", "Geschlechtsname" und "Stand", oft steht der vollständige Name der Person in der ersten Spalte und die anderen beiden Spalten werden durchgehend mit weiteren Informationen zur Person beschrieben.

Bei vielen Einträgen gibt es zusätzlich hebräische Anmerkungen. Die rechte Seite der ersten Doppelseite enthält zu den meisten Personen auch einen vollständigen hebräischen Eintrag, danach finden sich hebräische Anmerkungen zunächst unregelmäßig, jedoch zunehmend häufiger in der Spalte zum Todestag, ab der Mitte (ca. S. 44) des Registers auch beim Beerdigungstag und beim Namen des Verstorbenen.

Die Schrift und die Schriftfarbe ändern sich im Verlauf des Registers. Manche Einträge enthalten später hinzugefügte Inhalte, was an der Schrift und der Schriftfarbe erkennbar ist. Vereinzelt gibt es Vermerke, die darauf hindeuten, dass das Register für Ahnenforschung verwendet wurde (z.B. bei Eintrag Nr. 4)

An einigen Stellen wird eine Stiftung erwähnt, anhand der Schrift scheinen auch diese Vermerke i.d.R. später hinzugefügt worden zu sein. Vereinzelt steht am Zeilenende ein (mutmaßlich) handschriftliches Shin, das sich möglicherweise auch auf eine Stiftung bezieht. V.a. gegen Ende gibt es immer wieder Nummern am Zeilenende, die keine Reihenfolge abzubilden scheinen und die sich teilweise wiederholen.

Besondere Einträge:

Eintrag Nr. 27 und Nr. 1/28 beinhalten die selbe Person.

Die Zeile Nr. 65 wurde frei gelassen, lediglich in der "Bemerkung" Spalte steht ein Text, der auf ein sehr junges verstorbenes Kind hinweist, das jedoch keinen eigenen Eintrag erhalten hat.

Bei Eintrag Nr. 70 wird in der "Bemerkungen" Spalte erwähnt, dass ein sehr junges Kind beerdigt wurde, das scheinbar nichts mit der Person, der der Eintrag Nr. 70 gilt zu tun hat und dem kein eigener Eintrag zugewiesen wurde.

Die Nr. 172 steht zwar im Register, sie beinhaltet jedoch keinen Eintrag. Die Zahl 172 steht am unteren Ende der Zeile 171. An dieser Stelle hat sich die Linie von der Seite davor durchgedrückt, was ggf. die schreibende Person irritiert hat, weshalb ein zweiter Strich unmittelbar unter der 172 eingefügt wurde, ohne der 172 einen Eintrag zuzuweisen.

Zu Eintrag Nr. 123 steht in der "Bemerkungen" Spalte, dass die Person in einem auswärtigen Krankenhaus verstorben und dort begraben ist.

Anmerkungen zur Transkription

Transkribiert wurden alle in deutscher Sprache verfassten Inhalte der Sterberegisters. Hebräischer Text konnte leider nicht transkribiert werden.

Der Text wurde Buchstabengetreu transkribiert (mit Ausnahme des Datums, s.u.). Vermutungen und Unklarheiten wurden in eckige Klammern gesetzt, ebenso Anmerkungen zu den Einträgen.

Da sich die Informationen und der Aufbau der Tabelle im Register im Laufe der Zeit verändern und sich die eintragende Person außerdem nicht immer an die Spaltenüberschriften hält, wurden für die Transkiptionstabelle die Überschriften verallgemeinert. Insbesondere die Spalte "Stand, Beruf, Familie" ist hier zu nennen, dort wurden sämtliche "weitere Informationen" zusammengefasst, die wegen des unterschiedlichen Aufbaus des Originals und inkonsistener Angaben innerhalb der Formatierung des Originals nicht sinnvoll und einheitlich in jeweils eigene Spalten eingeteilt werden konnten. In dieser zusammenfassenden Form kennzeichnet "/" die Trennung verschiedener Spalten aus denen die Informationen stammen. Vereinzelt werden Informationen doppelt aufgeführt, wenn sie thematisch in diese Spalte gehören, jedoch auch in der Spalte in der sie im Original stehen unerlässlich sind. Etwa bei Todgeborenen Kindern, die keinen Namen haben oder wenn In der Bemerkungsspalte Informationen zur Familie stehen.

Die Spalten "Vorname", "Nachname", "Sterbetag" und "Sterbeurzeit" sind vereinheitlichte/vereinfachte Darstellungen der Informationen aus dem Register, um eine bessere Durchsuchbarkeit zu ermöglichen. Im Original werden die Vor- und Nachname oft in das selbe Feld geschrieben, Sterbetag und Uhrzeit sind immer in der selben Spalte. Das Datum wurde numerisch transkribiert, obwohl das Original Monate i.d.R. ausschreibt, außerdem wurden Wörter wie "Am" und "Den" weggelassen. Die Angaben zur Uhrzeit wurden getrennt in eine eigene Spalte geschrieben und buchstabengetreu transkribiert.

Die Spalten "Krankheit" und "Behandelnder Arzt" wurden in der Transkription ebenfalls künstlich getrennt, um eine Sortierung anhand der Todesursache zu erleichtern. Im Original stehen diese Informationen i.d.R. in derselben Spalte.

Felder in denen "k.A." steht sind im Original entweder leer oder existieren in der jeweiligen Formatierung nicht. Ganze Zeilen, die keinen Eintrag enthalten wurden mit "/" gekennzeichnet.